Saisonstart auf dem Biolandhof Scharein! Die leckerste Zeit des Jahres beginnt.
Moin! Endlich ist es so weit: Die neue Saison auf dem Biolandhof Scharein beginnt. Und selten hat sich dieser Satz so verdient angefühlt wie in diesem Jahr.
Denn bevor die ersten Erdbeeren leuchtend rot im Feld stehen, bevor die Frühkartoffeln ihre zarte Schale bekommen und bevor aus kleinen Jungpflanzen kräftiger Spitzkohl oder Kürbis wird, liegt eine lange, arbeitsreiche Zeit hinter uns. Das ist auch der Grund, warum wir erst jetzt wieder einen Blogartikel veröffentlichen. Wir hatten einfach sehr viel zu tun.
Dieses Frühjahr war besonders herausfordernd. Es blieb lange kalt, es lag vielerorts überraschend lange Schnee, und auch bei uns war der Start in die Saison alles andere als einfach. Immer wieder mussten wir schauen, was das Wetter zulässt, wann die Böden befahrbar sind und wie wir die jungen Pflanzen bestmöglich durch die kalten Nächte bekommen.
Vorbereitung der Felder
Am Anfang steht immer die Vorbereitung der Felder. Der Boden wurde bearbeitet, Dämme wurden aufgeschichtet, Reihen angelegt und die ersten Kulturen gesetzt. Spitzkohl, Kartoffeln und Kürbisse kamen in die Erde. Kleine, empfindliche Pflanzen, die zu diesem Zeitpunkt noch alles andere als robust sind. Gerade im Bioanbau braucht es dabei viel Erfahrung, ein gutes Auge und oft auch schlicht Geduld. Man kann die Natur nicht überreden. Man kann nur versuchen, im richtigen Moment das Richtige zu tun.

Damit die jungen Pflanzen nicht erfrieren, wurden Tunnel über die Reihen gezogen. Diese schützen vor Kälte und Wind und helfen den Pflanzen, trotz der niedrigen Temperaturen gut anzuwachsen. In diesem Jahr war das besonders wichtig, denn Frost gab es nicht nur einmal. Auch spät im April und sogar Anfang Mai mussten wir noch mit kalten Nächten rechnen. Für die Pflanzen bedeutet das Stress und für uns: kontrollieren, sichern, reparieren, nacharbeiten.

Tröpfchenbewässerung zur effizienten Nutzung der Ressourcen
Zusätzlich wurde Tröpfchenbewässerung verlegt. Sie bringt das Wasser direkt dorthin, wo es gebraucht wird: an die Wurzeln der Pflanzen. Das spart Wasser und hilft, die Kulturen gleichmäßig zu versorgen. Die Tunnel haben dabei noch einen zweiten Vorteil: Unter ihnen verdunstet weniger Feuchtigkeit. Gerade in Zeiten, in denen Wetter und Wasser immer schwerer planbar werden, ist das ein wichtiger Baustein, um verantwortungsvoll und zuverlässig anbauen zu können.
Aber auch mit guter Vorbereitung bleibt Landwirtschaft immer ein Stück weit Arbeit mit dem Unwägbaren. Ein Sturm hatte uns zwischenzeitlich die Tunnel weggeweht. Dann heißt es: wieder raus aufs Feld, Folien richten, Bögen prüfen, Schäden begrenzen. Solche Momente sieht man der späteren Ernte nicht an. Aber sie gehören dazu. Hinter jeder Kiste frischer Ware steckt nicht nur ein guter Boden, sondern auch viele Stunden Handarbeit, viele Entscheidungen unter Zeitdruck und manchmal auch ein ziemlich langer Atem.
Oh nein, Mäuse in den Erdbeeren!
Auch die Erdbeeren haben uns in diesem Frühjahr einiges abverlangt. Zwischen den Reihen waren viele Mäuse unterwegs, die an den Erdbeerpflanzen geknabbert haben. Für unsere Störche ein Festschmaus (Hier gehts zur Storchencam, live), für die Erdbeeren eine echte Gefahr. Da wir im Bioanbau keine Giftköder einsetzen, blieb nur der aufwendige Weg: Fallen stellen, kontrollieren, versetzen, wieder kontrollieren. Am Ende standen weit über 100 Fallen im Feld. Eine Arbeit, die kaum jemand sieht, die aber nötig war, damit die Erdbeeren jetzt blühen und bald Früchte tragen können.

Die ersten Früchte kommen
Den Anfang machen demnächst unsere leckeren Erdbeeren. Für viele gehören sie fest zum Frühsommer dazu und für uns sind sie jedes Jahr wieder ein besonderer Moment. Wenn die ersten reifen Beeren vom Feld kommen, ist das immer auch ein kleines Aufatmen. Unsere Erdbeeren sind aromatisch, frisch, voll im Geschmack und nur für eine begrenzte Zeit zu haben. Vielleicht sind sie gerade deshalb so begehrt. Wir wissen, dass manche Menschen sogar von weiter her zu uns kommen, nur um unsere Bio-Erdbeeren zu bekommen. Das freut uns sehr und es zeigt uns, dass man die viele Arbeit auf dem Feld am Ende offenbar auch schmecken kann.
Jetzt muss nur noch ordentlich die Sonne scheinen, dann werden sie nicht nur aromatisch, sondern auch richtig schön süß.
Die Annabelle
Kurz darauf folgt ein weiterer Liebling der Saison: unsere Annabelle Frühkartoffel. Diese frühe Sorte ist besonders beliebt, weil sie zart, fein im Geschmack und wunderbar vielseitig ist. Frisch gekocht, mit etwas Butter und Salz, zu Spargel, im Kartoffelsalat oder einfach als einfache, ehrliche Beilage, Annabelle ist für viele Kundinnen und Kunden ein fester Bestandteil des Frühsommers.
Voraussichtlich ab Anfang Juni sind die ersten Annabelle Frühkartoffeln reif.
Wir freuen uns sehr, dass es nun wieder losgeht. Auf frische Erdbeeren, zarte Frühkartoffeln, junges Gemüse und all das, was diese Jahreszeit so besonders macht.
Kommt gerne mal online vorbei (Hier gehts zu unserem Hofladen) und startet mit uns in die leckerste Zeit des Jahres.